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Flugzeit: 6-7
Höhenverbreitung: - 1500 m
Lebenszyklus: Beginn der Flugzeit, wenn die Blütenknospen der Baldrian-Trugdolden noch grün sind. Puppe überwintert, oft 2x.
Habitat: Nur an geschützten, windfreien und beschatteten Stellen mit Baldrian (Valeriana officinalis) bei mässiger Luftfeuchtigkeit: Pflanzenstandorte an Bachrändern und Teichen unter Gebüsch, feuchte Schneisen und Waldlichtungen mit geringer Sonneneinstrahlung, Strassen- und Wegränder in Wäldern.
Nachweismethode: Raupensuche nachts im Juli-August.
Biologie: Sehr standorttreue Art. Der nachtaktive Falter kommt kaum ans Licht, auch wenn die Leuchtquelle mitten im Habitat aufgestellt wird, und wird nur selten beobachtet. Die Falter sind dämmerungsaktiv, ungewöhnlich lebhaft und fliegen in einem beinahe hüpfenden Flug. Eiablage an Baldrianblüten. Die Raupen sind nachts viel leichter zu finden, an Baldrianblüten. Raupen tags nicht selten in Bachnähe unter den grossen Pestwurzblättern ruhend.
Die Zucht ist leicht in grösseren Behältern mit eingefrischten Blüten durchzuführen. Wichtig ist lediglich das häufige Lüften des Behälters, da die ätherischen Substanzen der Blüten in der Luft auf Dauer betäubend und sogar tödlich auf die Raupen wirken. Deshalb sind völlig geschlossene Behälter zu meiden.

Kleine Art: Spannweite 17-19 mm.
Farbe schmutzig braungrau, zum Flügelrand hin dunkler.
Im dunkleren Saumfeld eine durchgehende punktförmige, weisse Wellenlinie, im Innenwinkel in Feld M2 ein kleines, markantes Fleckchen.
Helle Wellenlinie, die das VFl.-Mittelfeld aussen begrenzt. Beginnt am Vorderrand mit einem hellen Fleck und verläuft auf den Adern r1 bis m1 schräg saumwärts. Im Bogen schwenkt sie dann um den Querast der Mittelzelle herum, um dann ziemlich gerade auf den Hinterrand zuzulaufen.
Feiner dunkler Mittelpunkt.
Fransen aller Flügel ungefleckt.